Haben Sie keine Angst vor Kontrollverlust.

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Leider der Standard:
Befehl und Gehorsam.

Mit Befehlen stoßen wir auf Widerstand, denn der Befehlsempfänger teilt nicht automatisch unsere Ansicht.

Wir können unsere Vorgehensweise also nur gegen Widerstand durchsetzen, üblicherweise mit dem Druck
der Amtsautorität: Wir sind der Chef. Das überzeugt leider nicht, stattdessen erzeugt es Frustration.
Und es demotiviert, schließlich haben wir die Idee des anderen abgewürgt oder nie danach gefragt.
So entsteht Gleichgültigkeit. „Wenn ich meiner Firma egal bin, ist sie mir auch egal​.“
Kennen Sie jemanden, der frustriert ist und gleichgültig seine beste Leistung bringt?

Die Alternative:
Holen Sie alle mit ins Boot.

„Wie würdest du es machen?“

Das führt dazu, dass die Person eine eigene Entscheidung trifft, gegen die er naturgemäß keine Einwände hat.
Daraus ergibt sich eine Art Rechtfertigungszwang und weil wir im Falle des Scheiterns die Alleinschuld tragen,
haben wir ein Eigeninteresse, es besonders gut zu machen.

Ist das nicht exakt, was Sie wollen?

Haben Sie keine Angst, Kontrolle abzugeben, sie verschwindet nicht.

Sie wechselt einfach von Ihnen zu der Person, die die Arbeit macht. Dafür wurde sie eingestellt.

Es ist also nur ein Tauschgeschäft: Kontrolle gegen das intrinsische Bedürfnis der Selbstbestätigung.

Leistung an Zeit und Ort zu binden, befriedigt ohnehin nur das Kontrollbedürfnis (oft unsicherer) Vorgesetzter.

„Einer muss den Laden doch führen.“
Warum nur einer?

Warum nicht alle?

Nur wer sich fühlt wie ein Chef, verhält sich auch wie einer. No involvement, no commitment.

Das liegt vor allem daran, dass uns eigene Entscheidungen wichtiger sind als fremde.

Daraus ergibt sich ein Drang zur Rechtfertigung: Wir wollen beweisen, dass wir recht haben.

Wir arbeiten also auch, um uns und andere nicht zu enttäuschen.

Vergleichen Sie das mal mit dem normalen Weg:

  1. Der Chef gibt etwas vor.

  2. Wir hätten eine andere/bessere Idee und gehen unbewusst in den Widerstand.

  3. Wir sind frustriert, weil wir nicht gehört wurden.

  4. Wir arbeiten nur halbherzig an der (falschen) Idee.

  5. Wir haben keinerlei Anreiz, etwas zu beweisen, es war ja nicht unsere Idee.

  6. Wenn es nicht klappt, können wir dem Chef die Schuld geben, es war ja seine Idee.

Wie könnte das besser laufen?

Indem Sie alle zum Chef machen.

So wie Björn Waide (CEO Smartsteuer) es in seinem Unternehmen getan hat.

Mit großem Erfolg. Lesen Sie die Story hier.

Es gibt also gute Gründe, Kontrolle abzugeben und Ihr Team zu ermächtigen.

Das Ergebnis:
Engagiertes Personal.

Win-Win

Stimmt die Idee des anderen im Ergebnis mit Ihren Absichten und Zielen überein,
haben Sie zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:

  1. Sie vermeiden Widerstand.

  2. Sie haben die Person gleichzeitig "unbeabsichtigt" dazu motiviert, seine Vorgehensweise
    durch eine erfolgreiche Umsetzung zu bestätigen.

Sie können sich das Leben also leichter machen, indem Sie Macht abgeben.

Sie bekommen es zurück!

„Es ist verblüffend, was Du erreichen kannst, 
wenn Dir egal ist, wer die Lorbeeren dafür einheimst.“

Harry Truman

33. Präsident der Vereinigten Staaten

Jens Meyer

Performance-Coaching

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